Trendinvestment Crowdinvesting!?

Crowdinvesting boomt allmählich in Deutschland. Immer mehr Anbieter und Onlineplattformen wie z.B.  innovestment.de oder Companisto.de drängen auf den Markt und verbreiten so diese neue Form der Community basierten Geldanlage im Netz.

Crowdinvesting bietet riesige Gewinnchancen für potentielle Anleger, vor allem Kleininvestoren kommen so nun auch endlich in den Genuss  in vielversprechende Start-Up Unternehmungen zu investieren und vielleicht sogar auf diese Weise frühzeitig Miteigner des nächsten großen Blockbuster-Unternehmens ala’ Facebook oder Google zu werden.

Doch wo liegen die Risiken für die Crowdinvestoren von heute, und wie groß sind diese überhaupt? Immerhin handelt es sich beim Crowdinvesting um eine Form der Venture-Kapitalanlage (Wagniskapitalanlage).

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Thomas Herzog vom Crowdinvesting-Pionier www.innovestment.de erläutert die fünf wichtigsten Aspekte beim Einstieg in diese noch junge Anlageform übrigens wie folgt:

1)      Relevante Informationen sammeln

Anders als Crowdfunding, beispielsweise für Filmprojekte, verfolgt Crowdinvesting eine klare Renditeabsicht. Daher ist es wichtig, dass Anleger nach Renditekriterien entscheiden, ob und wo sie investieren.

Um eine fundierte Investitionsentscheidung zu treffen, ist die intensive Auseinandersetzung mit dem Start-up unabdingbar. Dabei helfen klar verständliche Präsentationen und Businesspläne ebenso wie ein persönlicher Eindruck vom Gründerteam, etwa in Form einer Videokonferenz.

 

 

 

2)      Ohne Zeitdruck entscheiden

Investoren müssen genügend Zeit haben, um sich mit dem Vorhaben zu beschäftigen, Fragen zu stellen und zufriedenstellende Antworten zu bekommen. „Zeitdruck kann zu unüberlegten Impulskäufen führen, die man vielleicht später bereut“, sagt Thomas Herzog, Sprecher von Innovestment. „Wir wollen diesen Faktor ausschalten, um fundierte Entscheidungen zu ermöglichen.“ Deshalb laufen die Finanzierungsrunden immer über einen definierten Zeitraum von mehreren Wochen mit festem Endtermin, auch wenn die angestrebte Kapitalsumme bereits erreicht wurde.

3)      Risiken bewusst eingehen

Die investierten Beträge müssen für die Anleger riskierbar sein, also beispielsweise nicht für Altersvorsorge benötigt werden. Im Idealfall bringen die Crowdinvestoren betriebswirtschaftliches Vorwissen mit. „Innovestment spricht mit einer Mindestbeteiligung von 1.000 Euro gezielt qualifizierte und solvente Anleger an. Viele von ihnen üben Managementpositionen aus oder haben selbst Unternehmen gegründet“, so Thomas Herzog. Die weitaus meisten sehen Crowdinvesting als zusätzliche Anlageoption neben bestehenden Aktien, Immobilien und klassischen Beteiligungen.

4)      Transparente Bewertung ist ein Muss

Für die Attraktivität eines Investments ist die angelegte Unternehmensbewertung entscheidend, denn diese bestimmt, welcher Anteil des Gewinns – oder Verkaufserlöses bei einem Exit – auf den einzelnen Investor entfällt. Wie die Bewertung zustande kommt, ist daher eine der Kerninformationen, die alle Crowdinvesting-Plattformen transparent machen sollten.

Innovestment geht einen Schritt weiter und ermöglicht marktgerechte Bewertungen durch ein dynamisches Auktionsverfahren, das sich am Bookbuilding orientiert. Da die Anteile versteigert werden, klettert ihr Preis bei größerer Nachfrage im Verlauf einer Auktion. Für gefragte Start-ups ergeben sich dadurch bessere Finanzierungskonditionen, wie im Fall der Particular GmbH: Die Crowdinvestoren waren bereit, einen höheren Preis pro Anteil zu zahlen. So reichten letztlich nur etwas über 7 % (anstelle von zuvor angebotenen 10 %) an stillen Beteiligungen, um das Finanzierungsziel von 100.000 Euro zu realisieren.

Um die Crowdinvestoren vor überoptimistischen Einschätzungen zu schützen, sieht das Innovestment-Modell zwei Schutzmechanismen vor: Zum einen muss im Finanzierungszeitraum eine Mindestsumme an Kapital erreicht werden, damit Investitionsgelder fließen. So werden Crowdinvestoren vor einer Unterfinanzierung des Start-up geschützt. Zum zweiten zahlen am Ende der Auktion alle erfolgreichen  Bieter denselben Preis pro Anteil. Dies schützt einzelne Crowdinvestoren, die den Wert des Startups deutlich höher einschätzen als die Masse der Bieter.

5)      Funktionierender Markt wirkt als Filter

Anders als andere Plattformen bietet Innovestment stets mehrere Start-ups gleichzeitig zur Beteiligung an. Das Spektrum reicht über die Internet-Branche und B2C Modelle hinaus: So wurde Particular, ein Nanotechnologie-Start-up, ebenso finanziert wie sopen, eine Softwarelösung speziell für Agenturen und Vereine. Auch das bekannte B2C Publishing-Unternehmen PaperC sammelte kürzlich auf Innovestment Kapital ein.

„Die Entscheidung darüber, welche Start-ups eine Finanzierung erhalten, sollte letztlich bei der Crowd liegen“, sagt Thomas Herzog. Denn die Intelligenz der Crowd ist oft der beste Gradmesser dafür, ob ein Start-up einen attraktiven Businessplan, ein überzeugendes Team und eine angemessene Bewertungsvorstellung aufweist. Auch das Scheitern einer Finanzierungsrunde ist dabei normaler Teil des Marktgeschehens. Thomas Herzog: „Wir wollen ganz bewusst nicht in den Markt eingreifen, sondern faire und transparente Rahmenbedingungen für Start-ups und Investoren schaffen.“