Mitarbeitergespräche führen mit dem KOALA Prinzip

Wenn es um Mitarbeitergespräche geht, finden sich in der einschlägigen Literatur und diversen Personalmanagement Skripten allerhand interressante, aber irgendwie immer auch varierende- und dementsprechend für den Studenten verwirrende Modelle.

Und überhaupt, irgendwie gibt es in den diversen Sparten der Betriebswirtschaftslehre heute soviele verschiedene Schrittfolgen wie man dieses oder jenes am besten planen / steuern / bearbeiten sollte. In jeder Ecke lauerte quasi ein neues 5 bis 9 Stufen Modell von diesem oder jenem. Und mal ehrlich, wer hat schon Lust sich neben den 8 Grundsätzen des Qualitätsmanagement – der 6 Stufenmethode der Planungssystematik oder den 4 Phasen des Projektmanagement oder des Marketing-Controlling auch noch mit diversen Schrittfolgen der Mitarbeitergesprächsführung zu überfrachten?

Aber wie geht man dann vor wenn man ein Beurteilungsgespräch / Feedbackgespräch / Konfliktgespräch / Zielvereinbarungsgespräch / Versetzungs- oder Kündigungsgespräch???

Das Zauberwort heisst K.O.A.L.A.!!!

Nach diesem Schema gehts eigentlich immer:

 

 

und schon ist das Mitarbeitergespräch sicher über die Bühne gebracht 😉

 

Um das noch ein bisschen zu konkretisieren:

Kontaktphase – Der Vorgesetzte begrüßt den Mitarbeiter zum Gespräch, ggf. darf hier auch je nach Anlass ein bisschen Small Talk gemacht werden.

Orientierungsphase – Der Vorgesetzte nennt dem Mitarbeiter das Ziel des Gesprächs, bzw. das WAS WIE und WARUM, darüber hinaus wird der grundsätzliche Ablauf des folgenden Gesprächs kommuniziert.

Analysephase – Vorgesetzter und Mitarbeiter analysieren die die Situation, bei einem Kritikgespräch bzw Feedbackgespräch bspw. wie es dazu kommen konnte dass die neue Maschine am Vortag explodiert ist. In jedem Fall sollte der Redeanteil des Mitarbeiters in dieser Phase i.d.R. größer sein als der des Vorgesetzten

Lösungsphase – Der Vorgesetzte erarbeitet gemeinsam mit dem Mitarbeiter die Lösung des Problems oder vereinbart ein neues Ziel, ganz wichtig ist auch hier, dass der Redeanteil des Mitarbeiters überwiegt und der Vorgesetzte den Mitarbeiter quasi nur dabei unterstützt eine akzeptable Lösung bzw. ein Ziel zu definieren. Nur so ist die größt mögliche Akzeptanz beim Mitarbeiter und die notwendige Motivation gegeben.

Abschlussphase – Der Vorgesetzte fasst hier noch einmal die Eckpunkte des Gesprächs zusammen, vereinbart ggf. einen weiteren Gesprächstermin und beschließt das Gesprächs in dem der Mitarbeiter freundlich verabschiedet, bzw. wieder an die Arbeit geschickt wird.

Eigentlich ganz simpel und dank dem KOALA- wie ich finde auch sehr gut zu merken. 😉

 

 

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